„Wir brauchen Leute, die dafür brennen“
Christine Lehner übernimmt ab 1. Februar die Leitung des Kraichgau-Hospizes und sucht nun unter anderem nach Personal
Sinsheim. Der Rohbau des Hospizes ist fertig, die Heizung läuft, als Nächstes sollen die Fliesen verlegt werden. „Wir sind im Zeitplan. Mitte des Jahres soll das Hospiz fertig sein“, berichtet Hans-Günter Hogg, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft und Vorstandssprecher des Fördervereins.
Bis die ersten Gäste aufgenommen werden können, ist aber noch einiges zu tun – nicht nur auf der Baustelle. Unter anderem muss Personal eingestellt werden. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben der Leiterin der Einrichtung. Seit Kurzem steht fest, dass Christine Lehner diese Aufgabe übernehmen wird.
Als „sehr erfahren und hochqualifiziert“ bezeichnet Thomas Schumacher, Vorsitzender des Beirats der Kraichgau-Hospiz gGmbH, die 46-Jährige. Lehner hat in den zurückliegenden zehn Jahren das Hospiz in Walldürn geleitet.
„Ich habe nach einer neuen beruflichen Herausforderung gesucht“, erzählt Lehner. Sie wusste, dass in Sinsheim ein Hospiz gebaut wird, und schickte eine Initiativbewerbung. Es habe weitere qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber gegeben, betont Hogg. Doch am Ende eines mehrstufigen Verfahrens habe man sich gemeinsam für Lehner entschieden. Beide Seiten hätten sich sehr darüber gefreut.
Am 1. Februar tritt Lehner die Stelle an. Rund 30 Personen sollen künftig im Hospiz arbeiten, die meisten in der Pflege, weitere in den Bereichen Hauswirtschaft und Verwaltung. Diese Kräfte soll die Leiterin nun finden. Ein neues Team zusammenzustellen, reize sie.
Sie ist optimistisch, denn Stellen im Hospiz sind bei Pflegekräften begehrt: Im Vergleich zur klassischen Pflege würden die Arbeitsbedingungen meist als angenehmer empfunden werden, weil der Personalschlüssel ein anderer ist – im Hospiz sind Pflegerinnen und Pfleger für weniger Menschen zuständig.
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